»Erfolg besteht darin, von einem Misserfolg zum nächsten zu gehen, ohne seinen Humor zu verlieren.«
Winston Churchill
Liebe Leser:innen,
Wohlbefinden ist mehr als nur ein angenehmes Gefühl. Es bildet die Grundlage für kindliches Lernen und jede professionelle pädagogische Haltung. Gerade in einer Zeit, in der Unsicherheiten, gesellschaftliche Spannungen und hohe Erwartungen unseren Alltag prägen, ist ein bewusster Blick auf das, was Kinder wirklich brauchen, besonders wichtig.
Kitaleitung Olga Escher und ihr Team haben genau das berücksichtigt. In »Neu gedacht« beschreiben sie den Entwicklungsprozess ihrer Einrichtung von der Arbeit in zwei Gruppenräumen hin zu einem offenen, inklusiven und bedürfnisorientierten Lernort – einem Ort, an dem sich Kinder frei entfalten und pädagogische Fachkräfte ihnen authentisch und professionell zugleich begegnen.
Ein weiterer Aspekt, unter dem das Wohlbefinden von Kindern wie von Fachkräften leiden kann, ist der oft hohe Lärmpegel. Er verursacht Stress und beeinträchtigt die Qualität der Interaktionen. Der Akustiker Udo Dünisch von Kameleon Raumkonzept ist deshalb in vielen Einrichtungen unterwegs. In »Ruhe bitte!« berichten drei Kitaleitungen über die Herausforderungen in ihren Einrichtungen und die Ergebnisse der Zusammenarbeit.
Ein weiterer Schwerpunkt dieser Ausgabe liegt auf dem Kinderschutz, der weit über Verfahren und Meldeketten hinausgeht. Vertreter:innen des Netzwerks Pädagog:innen gegen Rechts erinnern daran, dass der Satz »Ich sehe dich« kein pädagogisches Detail, sondern ein Schutzversprechen ist. Orientierung dafür bieten die acht pädagogischen Prinzipien des Early Excellence-Ansatzes. Wie wir mit ihnen die Perspektive auf Ressourcen, die Zusammenarbeit mit Familien und das gemeinsame Verantwortungsgefühl im Team fördern können, stellt Fachberatung Sasha Saumweber in ihrem Beitrag »Der positive Blick« vor.
Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Einrichtungen Orte bleiben beziehungsweise werden, an denen Vielfalt nicht nur akzeptiert, sondern aktiv gelebt wird und Kinder sowie Fachkräfte sich gesehen und wertgeschätzt fühlen. Um ein positives Selbstbild und das Gefühl von Wohlbefinden zu entwickeln, brauchen Kinder vor allem eines: Menschen, die ihnen Zeit, Aufmerksamkeit und echtes Interesse schenken.
Ihr Redaktionsteam von Betrifft KINDER



